Wer hier schreibt — und was Sie einmal im Monat bekommen

An dieser Stelle stand die Frage, wo am Äquator eigentlich Norden ist. Heute die schlichtere:Wer redet da überhaupt? Ich habe über zwanzig Jahre lang beruflich die Welt verbessert. In Brasilien, in Ecuador,für die deutsche Entwicklungszusammenarbeit. Wir sind mit ordentlichen Absichtenangetreten, mit Gutachten, Zeitplänen und Wirkungszielen, und wir haben in dieser Zeiteine ganze Menge gelernt —…

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An dieser Stelle stand die Frage, wo am Äquator eigentlich Norden ist. Heute die schlichtere:
Wer redet da überhaupt?

Ich habe über zwanzig Jahre lang beruflich die Welt verbessert. In Brasilien, in Ecuador,
für die deutsche Entwicklungszusammenarbeit. Wir sind mit ordentlichen Absichten
angetreten, mit Gutachten, Zeitplänen und Wirkungszielen, und wir haben in dieser Zeit
eine ganze Menge gelernt — meistens etwas anderes, als im Projektantrag stand.

Das ist der Stoff, aus dem die Äqua-Toren-Reihe gemacht ist.

Sie spielt in Ecuador, in einer Zeit ohne Mobiltelefone und ohne Internet, als man
einander noch persönlich gegenübertreten musste — zu seinem Vorteil und zu seinem
Nachteil. Drei Bände sind geplant: Kondors Kralle, Endstation Esmeraldas und
Grenzenlose Grashüpfer. Daneben entsteht ein Band mit Kurzgeschichten,
Toren am Äquator, in dem dieselben Gestalten immer wieder auftauchen: der windige Benno,
der Chemiker Kleist, der stets scheitert, Bernheim mit seiner Goldmine, der zwielichtige
Reimann und Didi, der Schachspieler mit den falschen Prioritäten.

Jeder von ihnen ist überzeugt, die Lage im Griff zu haben. Keiner hat sie im Griff.

Der Titel ist übrigens ein Wortspiel, das mir zu gut gefiel, um darauf zu verzichten: Wer
lange genug am Äquator arbeitet, wird dort früher oder später zum Toren. Ich nehme mich
davon ausdrücklich nicht aus.

Was Sie hier künftig lesen

Einmal im Monat, mehr nicht. Und immer nur eine Sache:

  • eine Szene aus einem der Bücher, die für sich stehen kann
  • eine Recherche — was an einer Geschichte tatsächlich so passiert ist
  • ein Bild von einem der Schauplätze
  • gelegentlich ein Arbeitsstand, wenn es etwas zu berichten gibt

Was Sie nicht bekommen: einen Werbebrief. Wenn ich Ihnen einmal etwas verkaufen will,
sage ich es deutlich dazu, und es wird höchstens jede dritte Ausgabe sein.

Zum Anfangen

Als Willkommensgruß steht sie gleich hier unten, vollständig: „Borsten“, knapp
zweitausend Wörter. Bettina will den Nonnen von Esmeraldas beweisen, dass am Äquator
sogar Kohl und Kartoffeln gedeihen. Dann fressen Nachbars Schweine ihren Garten platt.
Was sie dagegen unternimmt, lesen Sie besser selbst.


Borsten

Von Ekke Karl

Bettina konnte es kaum fassen: Sämtliche Kohlköpfe abgefressen, von den Gurken kaum etwas übrig, die Tomatenstauden völlig zertrampelt und die Kartoffelreihen säuberlich ausgefressen. Von den Bohnen ganz zu schweigen. Aha, Loch im Zaun. Nachbars Säue – eingedrungen trotz ihrer wiederholten Warnung. Sie hatte angekündigt, beim nächsten Mal zu drastischen Mitteln zu greifen, etwa Schrotgewehr.

Sie war mächtig stolz darauf, im feuchttropischen Esmeraldas am Äquator Kohl und Kartoffeln zum Gedeihen gebracht zu haben. Gurken und Tomaten – keine Kunst. Aber anderes Gemüse der gemäßigten Breiten hatte hier kaum eine Chance gegen tropische Krankheiten und Plagen. Sie, als aus Deutschland entsandte Diplom-Ökotrophologin, wollte den Nonnen der „Barmherzigen Schwestern“ beweisen, dass es doch ginge. Auf dieser Grundlage, so ihr Plan, wäre es nur ein kurzer Schritt, die eintönigen Fisch-mit-Reis-Gerichte gesundheitsfördernd zu bereichern, die täglich den Schülerinnen des klostereigenen Internats vorgesetzt wurden.

Wie sie gerade dabei war, das Loch im Zaun zu flicken, kam Benno des Wegs, blieb am Gartenzaun stehen und fragte: „Schon wieder?“ „Schon wieder!“, antwortete sie.

Eigentlich mochte sie ihren Kollegen Benno nicht. Er verkörperte all das, was man ihr an der Uni in Deutschland als toxische Männlichkeit madig gemacht hatte: Unabhängigkeit, Freigeistigkeit, Furchtlosigkeit, Wehrhaftigkeit, Hilfsbereitschaft, Zuverlässigkeit und das Schlimmste: Er war ständig hinter den Weibern her, nur nicht hinter ihr, Bettina. Benno war aber ihr einziger Bekannter, der wusste, wo man Schrotpatronen besorgen konnte. Sie brauchte viele Patronen. Seit zum dritten Mal bei ihr eingebrochen worden war, hatte sie sich von Benno eine Schrotflinte besorgen lassen. Diese pflegte sie jeden Tag vor dem Haus abzufeuern. Damit hatte sie sich sowohl den Respekt ihrer Nachbarn und der örtlichen Einbrecherschaft als auch den Spitznamen „Flintenbetty“ bei ihren Kollegen erworben.

„Warum ziehst du nicht in die Gringosiedlung in der Vorstadt?“, fragte Benno, „immer Strom, immer Wasser, vierundzwanzig Stunden bewacht, daher keine Einbrüche, keine Schweine im Garten.“ Mit auf ‚trotzig‘ eingestellter Stimme antwortete Bettina: „Du weißt doch längst, mit den ausbeuterischen Gringos will ich nichts zu tun haben. Ich bin solidarisch mit den Einheimischen und will leben wie sie und mit ihnen.“ „Wie du meinst“, sagte Benno, „wie viel brauchst du diesmal?“ „Doppelt so viel wie sonst. Ich werde Nachbars Säuen eins auf die Schwarte brennen, dass ihnen der Appetit auf mein Gemüse vergeht.“

„Pule vorher die Schrotkugeln aus den Patronen und fülle sie mit zerstoßenen Pfefferkörnern. Andernfalls könntest du Ärger mit den Autoritäten bekommen, wenn dein Nachbar sich über seine löcherigen Schweine und das Blei im Kotelett ärgert. Kleingehackte Schweinsborsten sind auch gut, am besten alles zusammen.“ Bettina bedankte sich für den Rat und gab Benno das Geld für die Patronen. Der verabschiedete sich mit den Worten: „Du kannst auch grob zerstoßene Muschelschalen hinzufügen, das treibt ordentlich.“

Kaum war Benno gegangen, erschien Miguel. Dieser einheimische Jüngling war nicht nur der Liebhaber Bettinas, sondern auch das lebende Objekt ihrer Integrationsbemühungen. Genau besehen glich ihr Vorhaben einer Einbahnstraße. Wer da integriert werden sollte, war nicht sie, Bettina, sondern er, Miguel – ein Rohdiamant, der geschliffen werden musste, um dem Bild eines ‚entwickelten‘ Tropikalisten zu entsprechen, das ihr vorschwebte. Breitbeiniges Sitzen, jedenfalls in ihrer Gegenwart, hatte sie ihm bereits abgewöhnt. Er massierte neuerdings auch nur noch äußerst selten sein Gemächt, wenn Besucher anwesend waren. Am Sitzpinkeln arbeiteten sie noch. Er behauptete zwar, auf ihrem Klo nicht mehr im Stehen zu urinieren, verweigerte aber die Sichtkontrolle. Bettina hatte es auch geschafft, dass er nur noch bei besonderen Anlässen auf den Boden spuckte, zum Beispiel bei der Erwähnung des Licenciado Victor Tenorio.

Dieser war Rektor der staatlichen Universität Esmeraldas, an der Miguel Volkswirtschaft studierte. Leider wurde sein Name in letzter Zeit häufiger erwähnt. Die Neuwahlen zum Rektorat würden in Kürze stattfinden und der Lizenziat Tenorio stellte sich zur Wiederwahl. Miguel aber war Parteigänger des Gegenkandidaten Doctor Lizardo Quiñonez, eines Schwagers seines Onkels mütterlicherseits.

Der Student betrachtete den Schaden in Bettinas Garten, unterdrückte den Drang, auszuspucken, und sagte: „So etwas regeln wir hier mit Strychnin. Einen angegammelten Fisch mit dem Gift injizieren, eine halbe Ampulle reicht, in den Garten werfen und Ruhe ist. Hilft auch gut gegen ruhestörend kläffende Hunde. Soll ich dir was besorgen?“ „Bloß nicht“, rief Bettina entsetzt. „So etwas tut man doch nicht, die armen Tiere.“ „Wie du meinst“, sagte Miguel, und sie gingen ins Haus, wo sie bis in die späten Abendstunden an der Integration weiterarbeiteten.

Am nächsten Tag, bei den ‚Barmherzigen Schwestern‘, fragte die Küchenoberin: „Wann ist es denn so weit mit dem Gesundheitsmenü? Wir sind alle schon ganz gespannt.“ Kleinlaut erzählte Bettina von ihrem Missgeschick mit den Schweinen des Nachbarn. „Paratión E sechshundert fünf“, sagte die Oberin. „Einen vergammelnden Fisch damit tränken, im Garten leicht mit Erde bedecken, fertig. Hilft auch gegen streunende Hunde. Soll ich dir was besorgen?“

„Um Gottes willen“, rief Bettina, „die armen Tiere. Ich werde es mit Pfeffer, Schweinsborsten und zerstoßenen Muschelschalen versuchen.“ „Damit füttern? Davon verreckt doch keine Sau“, lachte die Nonne. Bettina lachte ebenfalls: „Nein, mit dem Schrotgewehr auf die Schwarte schießen.“ „Ist mir neu, hört sich aber gut an. Sag dann Bescheid, wie es geklappt hat“, sagte die Oberin und widmete sich erneut den zum Küchendienst abkommandierten Schülerinnen, die schon wieder den Reis hatten anbrennen lassen.

Nach Feierabend lockte Bettina eine von Nachbars Säuen mithilfe von ein paar überreifen Bananen an den Zaun und, schnipp schnapp, erbeutete einige Handvoll Borsten. „Keine Angst“, sagte sie zum genüsslich schmatzenden Schwein, „die bekommst du wieder zurück.“ Dann begab sie sich an die nächste Cevichebude und kramte Muschelschalen aus dem Abfall.

Borsten und Schalen zeigte sie am nächsten Abend stolz Benno, der ein paar Dutzend Schrotpatronen bei ihr ablieferte. Er sagte: „Borsten nicht zu klein schneiden und Muscheln nicht zu klein zerstoßen, sonst zieht es nicht richtig.“ „Und der Pfeffer?“, fragte sie. „Ebenso, und alles im gleichen Verhältnis mischen“, sagte Benno und wünschte ihr viel Erfolg.

Flintenbetty machte sich an die Arbeit. Erst zerhackte sie die Schweinsborsten auf ihrem Mahagonihackbrett. Dann holte sie ihren Mörser hervor und zerstieß erst die Muscheln, dann die schwarzen Pfefferkörner, von denen sie mehrere Beutel vorrätig hatte. Die Ergebnisse ihrer Arbeit, drei Häuflein alchemistisch anmutender Substanzen, zierten ihren Küchentisch. Das sah gut aus. „Fast zu schade zum Verballern“, dachte sie. Mit einem Messbecher bewaffnet erzeugte sie einen vierten Haufen, ökotrophologisch aus gleichen Teilen der Zutaten gemischt, volumenbezogen, versteht sich. Es blieb einiges an Muschel- und Pfefferschrot übrig, was sie in Plastikbeutel packte und im Küchenschrank verwahrte, ‚für später‘, wie sie sich dachte.

Nun kam der schwierige Teil: das Blei aus den Schrotpatronen pulen und die Mischung hineinpfriemeln. Bald war auch das geschafft. Zufrieden betrachtete sie ihr Werk. Vor ihr lagen zwölf Schrotpatronen der Marke „Bettinas Schweinefrei“. Das ausgepulte Blei (für später) kam zu den Resten des Muschel- und Pfefferschrots in den Küchenschrank.

Miguel kam an diesem Abend spät und außer Atem. „Morgen geht es los“, keuchte er. „Was geht los?“ „Der Wahlkampf zum Rektorat meiner Universität“, sagte Miguel, „und wenn mein Schwiegeronkel nicht gewinnt, werde ich die Uni ohne Titel verlassen müssen.“ „Warum?“, fragte Bettina. „Weil Tenorio“, diesmal spuckte er besonders leidenschaftlich aus, „mich nicht leiden kann. Quiñonez hingegen muss mich diplomieren, weil er mein Schwiegeronkel ist.“ „Aha“, sagte Bettina, „und was nun?“ „Ich brauche Munition. Du hast doch Schrotpatronen.“ „Wofür?“, fragte Bettina. „Für den Wahlkampf natürlich“, antwortete Miguel. „Wahlkampf? Schrotpatronen?“ Bettina schüttelte den Kopf. „Was redest du da für einen Unsinn?“ „Finde ich auch Quatsch“, sagte Miguel, „wer ballert schon gerne mit lächerlichen Schrotpatronen, wenn es um höhere Ziele geht? Aber seit dem vorletzten Rodeo hat der Präfekt richtige Patronen mit nur einem Geschoss verboten.“ „Rodeo? Richtige Patronen?“ „Na ja, bei dem üblichen Abfeuern von Freudenschüssen aus Revolvern, Pistolen und Karabinern war es zu unschönen Zwischenfällen gekommen.“ „Unschöne Zwischenfälle?“

„Vor der Eröffnung waren viele Eintrittsgeld-prellende Zuschauer auf die Bäume geklettert. Die fielen nun wie reife Mangos von den Ästen, als die zahlenden Zuschauer, wie üblich, in die Luft ballerten. Es hatte sogar drei Tote gegeben.“ „Aha“, sagte Flintenbetty, „aber eine Rektorwahl an einer Universität ist doch kein Rodeo, oder? Warum muss denn da geschossen werden?“

Miguel ließ sich seine Überraschung über so viel Unkenntnis nicht anmerken, widerstand dem Drang, sein Gemächt zu kratzen, und erklärte geduldig: „Damit man weiß, wer gewonnen hat, natürlich.“ „Aber ihr wählt doch, reicht das nicht?“, rief Bettina. „Logisch wählen wir, na klar, sowieso. Aber das bedeutet doch gar nichts, gehört lediglich zum einleitenden Ritual. Der Verlierer fechtet auf jeden Fall die Wahl an wegen Fälschung, Betrug und dergleichen. Und dann wird eben geschossen. Wer sich nicht vom Unigelände vertreiben lässt, hat gewonnen, wer flieht, hat verloren. Soweit ich weiß, hat es bisher keine Toten, nur ein paar Verletzte gegeben. Und diesmal werden wir es denen zeigen.“ Sprach es und spuckte aus.

Bettina übersah diese Entgleisung ihres Integrationsobjektes und dachte kurz nach. Dann ging sie zum Schrank, zog das Dutzend präparierter Patronen der Marke „Bettinas Schweinefrei“ hervor und überreichte sie Miguel mit den Worten: „Nimm, aber nur auf die Beine oder den Hintern zielen.“ Der bedankte sich mit einer Umarmung und sagte: „Du wirst es nicht bereuen, denn bald werde ich Diplomökonom sein und dann …“ Er führte den Satz nicht zu Ende, sondern sagte: „Ich muss jetzt zu meinen Kameraden, den Schlachtplan besprechen.“ Dann stürmte er aus dem Haus.

Bettina versorgte sich bei Anbruch des nächsten Tages mit frischen Schweinsborsten von der gleichen Sau, die bereits ein gewisses Zutrauen zu ihr und ihren Bananen gefasst hatte. Nach Feierabend widmete sie sich der Herstellung weiterer Bettinas-Schweinefrei-Patronen. Die Nacht kam. Miguel kam nicht. Bettina machte sich Sorgen. Hoffentlich war ihm beim Wahlkampf nichts geschehen. Sie legte sich schlafen.

Gegen zwei Uhr morgens weckte sie ein stürmisches Klopfen an der Tür. Sie klaubte die Schrotflinte unter dem Bett hervor, machte Licht und öffnete. Miguel fiel ihr um den Hals. „Wir haben gewonnen, wir haben gewonnen“, heulte er und machte Anstalten, sie zu küssen. Bettina wich zurück, denn aus Miguels Mund wehte der Gestank billigen Fusels. Sie schloss die Tür und zog ihn in die Küche. „Setz dich“, sagte sie. „Geht nicht“, stöhnte er und griff an sein Gemächt. „Hast du eine Pinzette?“, fragte er kleinlaut.

Bettina ging ins Schlafzimmer, verstaute die Flinte unter dem Bett, suchte und fand eine Pinzette und kehrte zurück in die Küche. Dort lag mit heruntergelassener Hose der Wahlkämpfer bäuchlings auf dem Küchentisch. Bettina ließ vor Schreck die Pinzette fallen. „Wie um Himmels willen ist das passiert?“, rief sie und deutete auf sein blutendes Hinterteil. „Nur auf die Beine und den Hintern schießen, hast du gesagt“, kam es vorwurfsvoll von Miguel. „Und nach dem Sieg haben wir gefeiert und noch ein bisschen den Wahlkampf nachgestellt. Der Kamerad Pedrito wusste nicht, dass noch eine Patrone übrig und geladen war.“

Pfeffer und Muschelschalen ließen sich, wenn auch nur mühsam und von Schmerzensschreien begleitet, lokalisieren und nach einigem Herumstochern entfernen. Die Schweinsborsten aber entzogen sich dieser Behandlung, was umso schlimmer war, als eine beträchtliche Anzahl von ihnen im unteren hinteren Teil des Gemächtes steckte. „Das wird im Laufe der Zeit rauseitern“, tröstete Flintenbetty ihren Galan, reinigte seine Wunden mit medizinischem Alkohol, beruhigte ihn mit einem Glas Rum, verpasste ihm den halben Inhalt des Entwicklungshelfer-Dienstverbandskastens und packte ihn ins Bett.

Nach ein paar Tagen, Miguel war halbwegs genesen zu seiner Familie heimgekehrt, ließ sich der Nachbar Bettinas, ein gewisser Don Filomeno, bei ihr blicken. Er druckste eine Weile herum, sagte dann, dass er in ihrer Schuld stünde, sie wisse schon, die Schweine, der Garten, und lud sie zur Wiedergutmachung für den nächsten Abend zum Essen ein, es gäbe Schweinebraten. Bettina sagte zu mit der Bemerkung, dieser Aufwand wäre doch gar nicht nötig gewesen. Don Filomeno sagte, das Schwein hätte er sowieso schlachten müssen, bevor es noch kränker geworden wäre. Es hätte auf dem Rücken schon alle Borsten verloren.


Und noch etwas: Sie dürfen antworten. Auf jede dieser Mails. Ich lese mit, und wenn
Sie selbst einmal in einem Projekt saßen, dessen Logik sich Ihnen bis heute nicht
erschlossen hat, erst recht.

Bis zum nächsten Mal,
Ekke Karl

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